Wintergarten: Gemütlichkeit mit Tradition

Vom Gewächshaus zum grünen Zimmer

Als Wintergarten bezeichnet man einen „Anbau an ein Gebäude oder ein selbstständiges Bauwerk, dessen Dach und Seitenwände größtenteils aus Glas bestehen.“ So nüchtern beschreibt Wikipedia eine Bauform, die für viele Menschen der Inbegriff von Lebensqualität und Gemütlichkeit ist. Dabei blickt der moderne Wintergarten auf eine lange Tradition zurück, die vom ursprünglichen Gewächshaus für exotische Pflanzen bis zum heutigen grünen Zimmer reicht.

Der Wintergarten: ein Auf und Ab

Die Geschichte des Wintergartens reicht weit bis ins 18. Jahrhundert zurück. Im mit reichlich Regen gesegneten Klima Englands entstanden mit sogenannten Orangerien neue Formen von Gewächshäusern, in denen exotische, wärmeverwöhnte Pflanzen gedeihen konnten, die im Zuge des Kolonialismus aus fernen Ländern mitgebracht wurden. Anfangs nur in den prächtigen Schlossanlagen des Adels zu finden, fand im 19. Jahrhundert auch das Bürgertum Gefallen daran. Es entstanden erste luxuriöse private Wintergärten als Anbauten an herrschaftlichen Villen, bezahlbar nur für Wohlhabende.

Damit erfolgte ein erster Wandel weg vom reinen Gewächshaus hin zu einer Räumlichkeit, die ein neues Wohn- und Lebensgefühl vermittelte. Großformatige Gläser und steigendes Fachwissen ermöglichten zudem Metall-Glas-Konstruktionen mit entsprechenden Spannweiten. Diese Wintergärten wurden insbesondere im viktorianischen Zeitalter stilbildend verziert und zur epochentypischen Architekturform, welche ganz Europa eroberte. Ende des 19. Jahrhunderts kam der Wintergarten schließlich auch in Deutschland schwer in Mode. Bis in die 1930er Jahre hinein war er im klassischen Baustil äußerst beliebt und erlebte im gutsituierten Bürgertum einen wahren Boom. Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit beendeten diese Hochphase, der Wintergarten geriet in Vergessenheit.

Die Tradition des Wintergartens lebt weiter

So überraschend der Niedergang, so erstaunlich die Wiedergeburt des Wintergartens in den 1970er-Jahren. Die Energiekrise brachte die Frage nach Alternativen zur Energieeinsparung mit sich. Findige Architekten und kundige Handwerker erinnerten sich an die traditionsreiche Bauform. War der Wintergarten durch seine Glas-Konstruktion nicht bestens geeignet, Wärme durch Sonneneinstrahlung zu nutzen, um Heizkosten zu sparen? Technische Erneuerungen wie Isolierglas befeuerten die Entwicklung, indem auch große Glasflächen bei geringem Energieverlust konstruiert werden konnten. Die aufkommende ökologische Bewegung tat ihr Übriges. Mit den achtziger Jahren wurde der Wintergarten schließlich wieder zum Renner.

Heute hat er sich beim Neubau von Häusern als feste Größe etabliert. Auch bei der Gebäudemodernisierung ist er als Anbau gern gesehen – schon weil Energiesparen mittels Sonnenenergie in Zukunft immer wichtiger wird. Faktisch haben die Wintergärten von heute nichts mehr mit den Vorkriegs-Konstruktionen gemeinsam, allein schon wegen der ausgefeilten Technik. Zudem bieten sich verschiedenste Möglichkeiten der Umsetzung – von der einfachen Glasüberdachung bis zur vollwertigen Wohnraumerweiterung mit und ohne Beheizung. Gemeinsam ist allen Lösungen: Der Wintergarten ist mit seiner Tradition Ausdruck eines Lebensstils in Verbindung mit hohem Komfort, der die Wohnraummöglichkeiten sinnvoll erweitert und die Natur ins Haus holt.

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